Aquarelltusche und Wasser

Veröffentlicht am 11. Juli 2020


Wenn es in der Welt herausfordernd ist, hat das auch Auswirkungen auf unser persönliches Leben und es ist eine kollektive Erfahrung, dass wir auf verschiedenen Ebenen zunehmend gefordert sind. Ich schalte meinen Kopf zwischendrin auf „Aus“, indem ich Medienüberflutungen eindämme und meine Präsenz in den sozialen Medien reduziere. Ich male viel, freu mich, dass wir Leute hier haben und bin täglich draussen.
Gut für uns zu sorgen und immer mal an einem inneren Heimatland anzudocken, schafft bunte Ausgewogenheit.
Flüssige, hochpigmentierte Aquarelltusche und Wasser sind hervorragend dafür geeignet: wild pulsierend, dann weich und langsam fließend, finden sie von alleine ihren Weg.



Das Tropfen mit einer Pipette auf ein nasses Papier verbindet uns mit unserer schöpferischen Quelle, indem wir einfach zuschauen, ohne etwas tun zu müssen. So kann es friedlich in uns werden und es ist gut für unser Vertrauen.

Nach so viel fließen lassen, regt sich dann vielleicht etwas in Dir und Du bekommst Schaffensfreude und Lust etwas neues auszuprobieren. Das kann sich in ganz unterschiedlichen Bereichen zeigen.
Vielleicht willst du aber auch gerne weiter malen, dann nimm Dir Zeit und schau Dir Dein Tropfbild genau an …. und Du entdeckst neue Welten. Hier habe ich mir einen Woody geschnappt und so ist mit wenigen Linien dieser fröhliche Fisch auf`s Papier geschwommen.

Mit dem Pinsel lässt sich Aquarelltusche auch auftragen. So hat sich dieses Blumenmuster, beim intuitiven Linienziehen mit schwarzen Finelinern unterschiedlicher Stärke, entwickelt.

Wildes, freies Wachstum siehst Du auf den nächsten Fotos, ausgeschmückt habe ich es mit weißem Aquarell- und Gelstift.

Du kannst auch ein kleines Muster oder Umrisse zeichnen – das Papier an den Stellen, die farbig werden sollen, feucht machen – und dann Aquarelltusche drauf tropfen oder hineinmalen.
So sind die kleine grüne Blume und der Schmetterling entstanden …. und es gibt bestimmt noch mehr zu entdecken.

Viel Freude beim kreativen „Nixtun“ und ein feines Sommer-Wochenende.

Andrea