Herbstliche Dankbarkeits-Mandalas

Veröffentlicht am 11. Oktober 2021

Mit Nüssen, Rosinen, Sonnenblumenkernen, Blütenblättern und Beeren lässt es sich auch „malen“.
Beim Legen eines Mandalas können wir unsere Dankbarkeit für all das was uns Zufriedenheit verschafft, für den eigenen Lebensweg und für die Natur zum Ausdruck bringen, die uns mit so vielem beschenkt.
Manchmal sind wir ja so in irgendwelche „‚Mangel-Gedanken“ verstrickt – zuwenig Schlaf, Geld, Zeit, … die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Für mich ist es dann höchste Zeit bewusst Dankbarkeit zu üben und mich daran zu erinnern was alles an kreativer Fülle in mir und um mich ist.
Es ist interessant zu sehen, wie sich mein Verhältnis zur Spiritualität, als eine tiefe Verbindung zum eigenen Inneren, zu alldem was uns umgibt und zur Erde, in den letzten Jahren verändert hat.
Mit einem eher männlich-akademischen Hintergrund erschien mir früher vieles was nicht wissenschaftlich beweisbar war, eher dubios und ich hatte Angst mich lächerlich zu machen und als zu „gefühlig“ zu gelten.

Also weg damit, obwohl da auch Faszination und die Sehnsucht nach einer Verbundenheit war, die ich manchmal bei anderen Menschen wahrnahm und mir irgendwie zu fehlen schien.
Ich wollte auf keinen Fall eine Frau mit lilafarbenem Tuch sein, die nachts den Mond und am Tag die Sonne anbetet (um mal ein Klischee zu bedienen).
Es hat eine Zeit gedauert bis ich verstanden habe, dass Spiritualität nichts mit Weltabgewandtheit zu tun hat.
Vielmehr gibt uns eine spirituelle Praxis ein Gefühl der Geborgenheit und Zugehörigkeit zur Ganzheit der Welt.

Ich erlebe das häufig beim Malen und es erfüllt mich zutiefst.
… und manchmal fühlt es sich dabei auch überhaupt nicht „heilig“ an: Ich kann einem zornigen oder schmerzhaften Gefühl begegnen, fühle mich genervt und unzulänglich, denke an das was alles könnte, müsste und sollte … .
Doch genau darin steckt der Schatz und das Geschenk.
Die Erfahrung so vollkommen unvollkommen zu sein und eben nicht heilig, erweckt unser Mitgefühl uns selbst gegenüber und öffnet das Herz für das Menschliche: Für die oft ungeliebten, versteckten dunklen Gefühle, als auch für die lichtvollen Seiten, die uns vorzeigbarer erscheinen, weil wir es so gelernt haben.

Tatsächlich gehört beides zu uns und nicht brav lächelnd „Ja“ zu sagen, wenn unser Herz laut und deutlich ein „Nein“ klopft, ist Ausdruck unserer weiblichen Intuition und unseres Mutes.
Schön ist es in einer eine Umgebung zu sein, in welcher wir unsere lichtvolle Seite kultivieren können, unsere Liebe, die Freundlichkeit, das Mitgefühl. Die Natur ist ein wunderbarer Ort dafür.
Das erfreut dann nicht nur die Waldbewohner, – um zum Anfang zurückzukehren – , sondern es lässt sich dort leichter üben unsere Dankbarkeit für das Leben zum Ausdruck bringen.
Mich macht es froh, wenn ich den Tieren beim Anlegen ihrer Vorräte „behilflich“ sein kann. Es ist schön und berührend zu sehen, wenn am nächsten Tag – wie von Zauberhand – alles verschwunden ist 🙂

Dieses kleine Ritual kannst Du alleine, mit Freunden oder der Familie machen.
Wer nicht auf dem Land lebt, kann sein Dankbarkeits-Mandala ebenso im Stadtpark, im Garten oder bei einem Spaziergang in den Wald legen, es ist nur wichtig, dass wir Dinge ohne Zucker oder andere Zusatzstoffe auslegen. Also alles was in den natürlichen Kreislauf passt.

In diesem Zusammenhang freut es mich besonders, dass wir seit Kurzem einen Unverpackt-Laden im nahen Hammelbach haben, wo wir nachhaltig und fair einkaufen können.
Schön, dass die Möglichkeit auf Einwegverpackungen beim Einkaufen zu verzichten, nun auch den Weg in die Tiefen des Odenwaldes gefunden hat.
Von dort stammen auch die Knabbereien für die Mandalas und es gibt viele regionale Produkte sowie kreative Geschenkideen, darunter auch meine Postkarten und Herzenskarten.

Falls Ihr also mal bei Chez Martine vorbeischauen wollt:
Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 9:00-13:00 sowie von 15:00-18:30 und am Samstag von 9:00-14:00.

Mit Dankbarkeit im Herzen,

Andrea